Vier gewinnt! Krenn/Alten zurück auf dem Padel-Thron – Erfolgreiche Titelverteidigung von Schmid/Prenner

Vier gewinnt! Krenn/Alten zurück auf dem Padel-Thron – Erfolgreiche Titelverteidigung von Schmid/Prenner

Die fünften Österreichischen Meisterschaften sind am Sonntag-Nachmittag mit Siegen der Top-Favorit:innen zu Ende gegangen. Bei den Damen gelang den Vorjahrssiegerinnen Anna Schmid/Barbara Prenner die erfolgreiche Titelverteidigung. Bei den Herren triumphierten Christoph Krenn und David Alten bereits zum vierten Mal, nachdem sie im Finale zwischenzeitlich mit dem Rücken zur Wand standen. Die Titelträger:innen und ihre Final-Gegner:innen sicherten sich auch die ersten Kader-Plätze für das Nationalteam, das im Sommer die EM in Angriff nimmt.
Das war der vierte Streich!
 
Christoph Krenn und David Alten krönten sich in einem hochklassigen Finale im Padeldome Süßenbrunn (Wien) zum vierten Mal in ihrer gemeinsamen Karriere zu Österreichischen Meistern.
 
Die Routiniers, die bereits die ersten drei Auflagen des prestigeträchtigsten Turniers der Austrian Padel Union (APU) zwischen 2020 und 2022 für sich entscheiden konnten, setzten sich gegen Rainhard Boisits und David Simon 7:5, 6:2 durch. Auf die beiden Finalisten warten nun Kaderplätze im österreichischen Nationalteam, das bei der Europameisterschaft im italienischen Cagliari von 22. bis 28. Juli zunächst bereits im Juni in der Qualifikation ran muss.
 
„Es war unser großes Ziel, den Titel zu holen und wir sind sehr glücklich, dass wir die Meisterschaft erneut für uns entscheiden konnten“, sagte Krenn. Der 40-Jährige betonte aber, dass es der bisher wohl schwierigste Titelkampf war. „Wir haben schon im Vorfeld gesagt, dass es vier Teams gibt, die gewinnen können. Die Konkurrenz wird immer stärker. Jetzt freuen wir uns, dass wir noch einmal die Chance haben, bei einer Europameisterschaft dabei zu sein.“
 
Krenn/Alten wehren vier Satzbälle ab
 
Den Grundstein für ihren „Comeback-Titel“ – 2023 fehlte das Top-Duo wegen eines internationalen Turnier-Einsatzes – legten Krenn/Alten mit einer spektakulären Aufholjagd im ersten Satz. 
 
Boisits/Simon erwischten einen Traumstart und lagen schnell mit 4:1 in Front. Im folgenden Game verpasste die Nummer-2-Paarung des Turniers beim Stand von 40:40 – bei Elite-Turnieren wird mit dem sogenannten „Golden Point“ gespielt – sogar eine weitere Break-Chance auf das 5:1. „Unsere Gegner haben einen guten Start erwischt. Sie haben uns zu Beginn auch ein wenig überrascht und hätten den ersten Satz auch verdient gewinnen können“, erklärte Alten. „Wir sind positiv geblieben, haben gewusst, dass wir in jedem Game dran waren und selbst auch Breakchancen hatten“, ergänzte der 37-Jährige. Bei 5:4 und 40:0 ließen Boisits/Simon dann auch noch vier (!) Chancen auf den Satzgewinn ungenützt. Wenig später stand ein 5:7 – und damit der Satzverlust – auf dem Scoreboard.
 
Mit der unverhofften Satzführung im Rücken fanden Krenn/Alten dann im zweiten Durchgang schnell ihren Rhythmus und spielten den Turniersieg schließlich ungefährdet „nach Hause“. 
 
„So ist Padel. Wenn man seine Chancen nicht nutzt, kann es sehr schnell in die andere Richtung gehen“, sagte Boisits. Simon betonte: „Mit der Leistung können wir grundsätzlich zufrieden sein. Wir haben gehofft, den Titel zu holen, leider haben wir die wichtigen Punkte im ersten Satz nicht gemacht.“
 
Die Vize-Meister hatten zuvor einen harten Weg durch das Turnier zu gehen. Im Viertelfinale schalteten die späteren Finalisten zunächst Titelverteidiger Markus Krocker, der mit seinem ebenfalls aus Oberösterreich stammenden Partner Moritz Eiersebner antrat, aus (7:6, 6:4). Im Semfinale kam es dann gegen Michael Brus und Dominik Bierent zum nächsten „Nailbiter“. Erneut setzten sich Boisits/Simon 7:6, 6:4 durch. Der Pfad von Krenn/Alten, die bis inklusive des Halbfinals nur zehn Games abgegeben hatten, war etwas leichter. Unter anderem elminierten die „Altmeister“ im Achtelfinale Ex-ÖFB-Teamkicker Marc Janko und Partner Christian Salek (6:0, 6:2).
 
Schmid/Prenner (nur) im Semifinale mit Mühe
 
Bei den Frauen sicherten sich die EM-Kaderplätze die Paarungen Anna Schmid/Barbara Prenner und Chiara Ambros/Lisa-Marie Peleska durch ihren Final-Einzug bei den Österreichischen Meisterschaften. 
 
Das Endspiel, das den Schlusspunkt einer Rekord-Meisterschaft mit schlussendlich 103 angetretenen Paarungen und knapp 200 Sportler:innen bildete, wurde dann zur klaren Angelegenheit für Schmid/Prenner. Die Vorjahressiegerinnen setzten sich auch in der Höhe verdient mit 6:1 und 6:1 durch. 
 
„Wir sind super zufrieden, nicht nur, weil wir den Titel verteidigen konnten, sondern weil wir super gespielt haben“, freute sich Prenner. „Ich bin sehr stolz, dass wir mit dem Druck gut umgegangen und unserer Favoritenrolle gerecht geworden sind. Das war nicht leicht, aber wir haben von Spiel zu Spiel geschaut und unsere Aufgaben gut gelöst. Jetzt freuen wir uns, Österreich wieder international vertreten zu dürfen“, so Schmid, die mit Prenner schon bei den European Games 2023 in Krakau international vertreten war.
 
Auch die unterlegenen Finalistinnen konnten auf ein erfolgreiches Turnier zurückbringen und waren mit Silber überglücklich. „Wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistung, das Turnier war sehr aufregend. Wir haben immer gewusst, dass wir vorne mitspielen können. An diesem Wochenende konnten wir zeigen, was wir draufhaben“, so Ambros. Peleska: „Wir haben eine super Team-Dynamik, haben gefightet und sind immer positiv geblieben. Der zweite Platz geht in Ordnung, Anna und Babsi haben uns keine Chance gelassen“, fügte Peleska hinzu. Das Doppel hatte am Samstag im Viertelfinale überraschend Christine Seehofer-Krenn/Nina Geretschläger (7:6, 4:6, 10:4) aus dem Turnier genommen. 
 
Mixed-Titel ebenfalls an Schmid
 
Schmid/Prenner marschierten ohne Satzverlust durch das Turnier. Die größte Mühe machten den nunmehrigen zweifachen Titelträgerinnen Alexandra Pils und Sabrina Urban, die sich ernst nach einem Halbfinal-Krimi 4:6 und 4:6 geschlagen geben mussten.
 
Pils/Urban wurden im Spiel um Platz drei ihrer Favoriten-Rolle gerecht, bezwangen Elea Bechter und Stefanie Wilfling 6:0 und 7:5, und streiften so die letzten Euros aus dem Preisgeld-Topf ein. Insgesamt hatte die APU, die das Turnier dank der Unterstützung von Courtwall, Froots und Head auf die Beine gestellt hatten, 1.500 Euro an die Top-3 der Damen und Herren ausgeschüttet.
 
Bei den Herren ging Rang drei an Georg Hubich/Andreas Spreitzer, die im Halbfinale Krenn/Alten unterlagen (2:6, 2:6) und im „kleinen Finale“ gegen Brus/Bierent (w.o.) kampflos Bronze einstreiften.
 
Den ebenfalls ausgespielten Mixed-Bewerb sicherten sich schon am Freitag Anna Schmid und Thomas Knapp. Für beide war es der erste Titel in diesem Bewerb, für Knapp der erste Österreichische Meistertitel überhaupt. Schmid avancierte mit zweimal Gold zur großen „Abräumerin“ dieser Titelkämpfe.
 
Vor etwa ein Monat erstellt